Assaut
Bei der Variante ASSAUT der Kampfsportart SAVATE boxe française besteht die Kunst in der Fähigkeit des Kämpfers, seine Faust- und Fußangriffe in einer Art und Weise durchzuführen, die den Gegner zwar treffen, aber nicht verletzen (Leichtkontakt).
Dieses erfordert eine besonders hohe Kontrolle über den eigenen Körper und die entsprechenden Bewegungsabläufe, da Treffer nur in lockerer und abgebremster Form erlaubt sind (anders als beim Combat).
Ziel ist es, in einem Kampf über drei Runden zu jeweils zwei Minuten, den Gegner so oft wie möglich an definierten Trefferflächen zu berühren, ohne selbst getroffen zu werden bzw. so wenig Treffer wie möglich zu erhalten.
Getroffen werden darf nur mit definierten Teilen des Boxhandschuhs und dem Savateschuh.
Der Bewegungsablauf beim Assaut verlangt vom Kämpfer ein leichtfüßiges „Tänzeln“ auf den Fußballen und ein Bewegen um den Gegner herum. Zusätzlich versucht der Kämpfer ständig, sich durch Ausweichbewegungen aus der direkten Angriffsachse des Gegner zu entfernen und daraus unmittelbar Gegenangriffe zu entwickeln.
Der Gegner wird mit Finten und durch Antäuschen provoziert, ungedeckte Stellen für entsprechende Treffer zu öffnen. Die Abstände zum Gegner werden entsprechend der jeweils folgenden Technik ständig variiert (richtige Distanz !).
Fußtechniken erfordern eine entsprechend größere Distanz als Fausttechniken. Auch durch raschen Wechsel von Faust- zu Fußtechnik oder umkehrt kann die Deckung des Gegners überwunden werden.
Der Kämpfer schützt sich permanent durch seine Deckung (Handschuhe auf Kopfhöhe), um dem Gegner dort kein Ziel zu bieten. Darüber hinaus wird bei allen Faust- und Fußtechniken ständig Blick-Kontakt zum Gegner gehalten. Keinesfalls darf das angepeilte Ziel per Blick anvisiert werden, um dem Gegner nicht vorab zu offenbaren, welche Aktion zu erwarten ist.

